Jodsalz gesund

Ist Jodsalz gesund?

Was ist Jod genau?

Jod ist ein Element des Schilddrüsenhormons Thyroxin und hat eine wichtige Funktion für den Stoffwechsel. Die Organe vom Körper brauchen das Jod. Bei Mangel an Jod kann sich die Schilddrüse vergrößern. Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, den Körper mit Jod zu versorgen.

Jodsalz kaufen

Was kann bei Jodmangel passieren?

Um Kosten zu sparen, wurde in den letzten Jahren immer weniger Lebensmittel hergestellt, die früher Jod enthielten. Der Jodmangel ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Produziert die Schilddrüse nicht genügend Schilddrüsenhormone, kann es zu Problemen für die Organe kommen. Muskeln und Nervensystem sind ebenfalls betroffen. Die Schilddrüsenhormone spielen auch für das Gehirn eine wichtige Rolle. Gerade bei Kindern hilft Jod, damit das Gehirn sich entwickeln kann. Durch einen Mangel wird die Entwicklung des Gehirns negativ beeinflusst. Aber auch bei Erwachsenen kann Jodmangel die Konzentration stören. Viele fühlen sich einfach müde und energielos. Oft wird nicht erkannt, dass es hier an Jod fehlt.

Jodmangel führt zu:

  • Fehlfunktionen der Schilddrüse
  • verschlechterte Leistung des Gehirns
  • Entwicklungsstörungen bei Kleinkindern
  • GewichtszunahmeMüdigkeittrockene Haut
  • Haarausfall
  • Probleme in der Schwangerschaft

Wie viel Jod braucht der Mensch?

Ein menschlicher Körper kann kein Jod produzieren. Daher ist es wichtig, dass diese Mineralstoffe zugeführt werden. Es kommt auf das Alter, an wie viel Jod ein Mensch benötigt. Frauen in und nach der Schwangerschaft benötigen ein bisschen mehr.

Die Mengen werden in Mikrogramm angegeben.

  • 1 bis 4 Jahren: 100 Mikrogramm/Tag
  • 5 bis 7 Jahren: 120 Mikrogramm/Tag
  • 8 bis 10 Jahren: 140 Mikrogramm/Tag
  • 10 bis 13 Jahren: 180 Mikrogramm/Tag
  • 14 bis 50 Jahren: 200 Mikrogramm/Tag
  • Schwangere: 230 Mikrogramm/Tag
  • Stillende: 260 Mikrogramm/Tag

Das Problem mit dem Salz.

Salz macht das Essen lecker und hat den Vorteil, dass in viele Salzprodukte Jod drinnen steckt. Aber ist so viel Salz gesund? Menschen nehmen täglich meist eine höhere Dosis Salz, als es empfohlen wird. Das Problem ist hier die Lebensmittelindustrie. In Fertigprodukte steckt zu viel Salz und durch die vielen Zusatzstoffe wird das gar nicht bemerkt. Fleisch und Milchprodukte verbergen ebenfalls viel zu viel Salz, denn ähnlich wie Zucker kann Salz süchtig machen. Außerdem sagt das Gehirn bei Jodmangel, dass es Salz möchte. Das ist gut für die Verkaufszahlen der Produzenten und schlecht für den Verbraucher. Eine erhöhte Dosis kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Weiteres wird die Konzentration geschwächt, da der Körper schnell austrocknet. Bluthochdruck und Nierenversagen sind ein weiterer wichtiger Punkt, warum zu viel Salz nicht empfohlen wird. Das klingt verrückt, da Jod diese negativen Punkte bekämpfen soll. Aber bei dem großen Salzfluss wirkt Jod nur bedingt.

Nebenwirkungen bei einer Überdosis von Salz:

  • verursacht Kopfschmerzen
  • verschlechtert den Stoffwechsel
  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Nierenversagen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwächen

Salz ist nicht ungesund. Ganz im Gegenteil. Es ist wichtig, seinen Bedarf täglich richtig zu dosieren. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich 5 Gramm Speisesalz zu essen. Wer gesünder leben möchte, sollte Fertigprodukte in Zukunft meiden.

Alternativen zu Jodsalz.

Da es wichtig ist den täglichen Jodbedarf zu stillen, sollte man auf Alternative Produkte greifen. Leider gibt es nur sehr wenige Jodquellen in Lebensmitteln. Das ist auch der Hauptgrund, warum Jodmangel so verbreitet ist.

In folgenden Lebensmitteln kommt Jod in hohen Mengen vor:

  • Eier
  • Fisch
  • Rindfleisch
  • Milchprodukte
  • Bohnen
  • Joghurt
  • Algenjodiertes Speisesalz

Kabeljau und Algen. Die Geheimwaffe gegen Jodmangel.

Generell haben Lebensmittel aus dem See und Meer den höchsten Jodgehalt. Hier ist der Kabeljau der Sieger. Neben dem hohen Jodgehalt hat dieser Fisch auch andere wichtige Vitamine zu bieten. Der Kabeljau ist aber nicht nur eine Delikatesse, sondern wird auch wegen der Nährstoffe in der Medizin eingesetzt. Weiteres kann man seinen Jodbedarf auch schnell mit Algen bedecken.

Überdosierung von Jod.

Bei der Salzverwendung sind Verbraucher bereits gesundheitsbewusster geworden. Mittlerweile nutzen bereits 80 Prozent im Haushalt jodiertes Salz. Aber die alleinige Nutzung von Jodsalz reicht oft für den Körper nicht aus. Um die richtige Menge von Jod aufzunehmen, braucht es mehrere verschiedene Mahlzeiten.

Die Dosis macht das Gift. Bei einer zu starken Jodzufuhr kann es auch schnell zu einer Überdosis kommen. Wer diese Aufnahme exzessiv betreibt, kann eine Jodvergiftung bekommen. Das kann sogar tödlich enden, wenn man eine Dosis von 2 bis 3 Gramm pures Jod zuführt. Eine zu starke Einnahme von Jodtabletten kann auch schnell gefährlich werden. Die ersten Anzeichen finden im Magen-Darm-Bereich statt und gehen bis zu Hautausschlägen. Wer seinen Überschuss weiter fortführt, wird mit Brennen im Mund und Rachen bestraft. Aber auch Symptome wie Bindehautentzündungen, Kopfschmerzen und Schnupfen sind keine Seltenheit. Eine Jodvergiftung ist bei Kreislaufproblemen, Schwindel und bei Bewusstseinsstörungen hinzudeuten. Wer eines dieser Symptome hat, muss sofort die Rettung rufen.

Fazit.

Für die meisten Menschen ist Jod notwendig, da sie einen Jodmangel haben. Das Jodsalz ist mit Sicherheit eine gute Hilfe, deckt aber oft nicht den täglich benötigten Jodbedarf. Eine bewusste Ernährung kann den Salzbedarf senken und die Jodzufuhr steigern. Wer nicht genau weiß, ob sein Körper zu wenig oder zu viel Jod hat, kann sich mit seinem Hausarzt oder einem Ernährungsberater in Verbindung setzen.

Video: Gutes Salz, böses Salz | odysso - Wissen im SWR

>

Newsletter Regelmäßige Tipps zu gesunder Ernährung.