Kerbel gesund

Kerbel Verwendung, Wirkung bis hin zum Kerbel Ersatz

Was ist Kerbel

Der Kerbel ist eine Pflanze, die gern als Kerbel Gewürz oder Suppenkraut verwendet wird. Die Pflanze riecht nach Anis und sieht der Petersilie sehr ähnlich. Die Früchte der Pflanze sind ca. sieben bis elf Millimeter lang und ca. ein bis zwei Millimeter breit. Die Blütezeit des Kerbels liegt zwischen Mai und August. Geerntet werden kann der Kerbel bei guter Pflege das ganze Jahr über. Ursprünglich wuchs der Kerbel in Westasien, Osteuropa, Südrussland und Südeuropa. Mittlerweile ist er in ganz Europa, vor allem in Frankreich und Belgien vertreten. Kerbel besitzt einen hohen Anteil an Vitamin A und C.

Kerbel für die Gesundheit

Kerbel wird beispielsweise für Entwässerungskuren angewendet. Diese sind am besten im Frühjahr durchzuführen. Des Weiteren enthält die Pflanze viele Vitamine, sowie ein ätherisches Öl mit dem Namen Isoanethol. In der Pflanzen Heilkunde findet der Kerbel Anwendung bei Ekzemen und fieberhaften Krankheiten. Auch bei Insektenstichen verschafft er Linderung. Ebenso hilft er bei Kopfschmerzen, Verbrennungen, Entzündungen und Magen-, Darmbeschwerden. Durch die vielseitige Wirkung, wurde Kerbel früher häufig gern verwendet. Heutzutage spielt er in der Pflanzenheilkunde nicht mehr so eine große Rolle.

Hohe Mengen ungesättigter Fettsäuren, sowie Gerbstoffe und der jeweils hohe Eisen-, Magnesium, Zink- und Kaliumanteil sind im Kerbel zu finden.

Früher wurde Kerbel sogar zur Blutreinigung verwendet.

Wer viel Kerbel zu sich nimmt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Während der Schwangerschaft, oder bei Empfindlichkeit, sollte Kerbel allerdings nicht verzehrt werden.

Wissenswertes über Kerbel

Was ist Kerbel? In vielen Teilen Deutschlands ist es Tradition, den Kerbel drei Tage vor Ostern in die sogenannte Gründonnerstags Suppe zu geben. Der Geschmack von Kerbel ist einzigartig, aber nicht zu aufdringlich. Er passt zu zahlreichen Gerichten und kann gut mit anderen Kräutern kombiniert werden. Den besten Geschmack bietet der Kerbel, wenn er ca. drei Wochen nach der Aussaat geerntet wird. Dann sind auch die Konzentrationen der ätherischen Öle am höchsten.

Die Ähnlichkeit zur Petersilie oder zum Koriander ist verblüffend und liegt daran, dass alle drei Pflanzen der gleichen Gattung angehören. Der Kerbel ist aber nicht zu verwechseln mit dem giftigen Schierlingskraut, welches ähnlich aussieht, wie der glatte Kerbel. Der Geschmack von Kerbel ist etwas süßlich, würzig und ähnlich wie der Geschmack von Anis oder Fenchel.

Kerbel Gewürz

Die Blätter und Blüten des Kerbels werden zum Würzen verwendet. Aber auch die Wurzeln können verzehrt werden. Da Kerbel sich nicht sehr gut trocknen lässt, werden die frischen Blätter zum Würzen genutzt. Es gibt ihn aber auch trotzdem in getrockneter Form zu kaufen. Allerdings sollte Kerbel nicht gekocht werden, da sonst das Aroma verfliegt. Gewürzt wird demnach am besten kurz vor dem Essen. Kerbel kann zusammen mit etwas Wasser auch eingefroren werden. Dabei bleibt das Aroma erhalten.

Kerbel als Gewürz passt sehr gut zu Fisch Speisen, Geflügel und Salat, sowie zu Soßen, Eierspeisen, Mayonnaise, Remoulade, Quark oder Frischkäse. Aus den frischen Blättern kann auch eine Suppe gekocht werden. Zusammen mit Zwiebeln und Kartoffeln wird das Ganze aufgekocht. In der französischen Küche gehört Kerbel dazu und ist nicht mehr weg zu denken.

Weitere Bezeichnungen für Kerbel sind:

  • Korbel
  • Korfel
  • Kufelkraut
  • Küchenkraut

Kerbel Ersatz

Auf den ersten Blick hat Kerbel sehr viel Ähnlichkeit mit Petersilie. Auf den zweiten Blick sind die Blätter des Kerbels aber viel zarter, als die der Petersilie. Als Kerbel Ersatz dienen aber der ähnlich schmeckende Anis oder Fenchel.

Kerbel im Überblick

Herkunft

Kerbel hat seinen Ursprung in Osteuropa und gelangte durch die östlichen Mittelmeerländer nach West- und Mitteleuropa. Bereits die Römer verwendeten Kerbel zum Würzen.

Vorkommen

Heutzutage findet sich der Kerbel in Wildform auch in Süddeutschland und Österreich, sowie Polen, Frankreich und Belgien. Zu finden ist er häufig an Waldrändern oder im Gebirge.

Pflanzenfamilie

Der Kerbel gehört zur Gattung der Doldenblütler und zählt neun Arten. Diese sind unter anderem:

  • Hundskerbel
  • Wiesnekerbel
  • Echter Kerbel
  • Glanzkerbel
  • Gartenkerbel

Echter Kerbel kann bis zu achtzig Zentimeter hoch wachsen. Kerbel ist ein einjähriges Kraut und frostbeständig. Die Blätter sind hellgrün und weich. Der Rand der Blätter erinnert an ein Sägeblatt. Unterhalb der Blätter befinden sich kleine Borsten.

Der Stiel ist fein gerillt und weist Knötchen auf. Die Blüten des Kerbels sind weiß und zeigen sich zwischen Mai und August. Die Früchte werden bis zu einem Zentimeter lang und weisen eine braune Färbung auf. Sie sind zweigeteilt.

Saat

Kerbel kann sowohl an sonnigen, als auch an halbschattigen Orten ausgesät werden. Ist er allerdings praller Sonne ausgesetzt, dann drohen die feinen Blätter zu verbrennen. Die Erde für die Saat sollte immer schön feucht gehalten und locker sein. Die Samen am besten nur leicht andrücken, da Kerbel ein Lichtkeimer ist. Also die Samen nicht zusätzlich mit Erde bedecken. Kerbel vermehrt sich sehr gut alleine. Die Saat ist am besten im März oder April durchzuführen. Nach ca. drei bis sechs Wochen können die ersten Blätter gepflückt werden. Wo Kerbel im Garten vorhanden ist, werden Schnecken und Läuse durch die ätherischen Öle der Pflanze abgewehrt.

Bei guten Pflege des Kerbels, kann das ganze Jahr über geerntet werden. Ein wenig Kompost vermischt mit der Erde ist ein guter Dünger.

Wie wird Kerbel verwendet

Als Zutat in der Küche ist der Kerbel heutzutage sehr verbreitet. Vor allem im Suppen und Soßen wird er häufig verwendet. Der süßlich, aber auch leicht pfeffrige Geschmack bringt ein gutes Aroma in die Speisen.

Aber auch als Heilpflanze ist er beliebt. In der Naturmedizin wird er als Blutverdünner, aber auch zur Vitalisierung verwendet. Des Weiteren lindert er zahlreiche Beschwerden. Eine große Rolle spielt der Kerbel in der heutigen Naturmedizin allerdings nicht.

Video: Kerbel anbauen

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