Macht Brot dick?

Macht Brot dick

Brot - nicht nur Kulturträger, sondern auch Dickmacher.

Brot - ein Stück Kulturgeschichte

Brot ist aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken, und man schätzt, dass Brot unsere Esskultur seit mehr als 20000 Jahren prägt. Die Römischen Machthaber hielten ihr Volk mit "Brot und Spielen" (panem et circenses) ruhig; "Frieden, Land und Brot" spielte als Forderung in der Russischen Oktoberrevolution eine zentrale Rolle. Überhaupt ist Brot mit unserer Menschheitsgeschichte eng verknüpft. Wer käme da auf die Idee, daran zu zweifeln, dass Brot das gesündeste aller Lebensmittel ist?

Der Trend geht weg vom Brot

Es gibt inzwischen viele Menschen, die Brot meiden oder ihren Brotverzehr zumindest drastisch reduzieren. Sei es wegen gesundheitlicher Notwendigkeiten oder aber einfach bedingt durch die Erkenntnis, dass Brot auch für den gesunden Menschen gewisse Risiken birgt. Und es werden immer mehr Menschen, die sich vom Brot abwenden. Die Industrie hat auf diesen Trend schon längst reagiert und bietet ein großes Sortiment an schmackhaften und köstlichen Brot-Alternativen an - Tendenz steigend.

Ist Brotverzehr etwa bedenklich?

Zum einen besitzen manche bedauernswerte Mitmenschen eine krankhafte Überempfindlichkeit - Zöliakie genannt - gegenüber Gluten, einem Bestandteil des Weizens und anderer Getreide, welche sich bis in bedrohliche Formen steigern kann. Hier kann der absolute Verzicht auf glutenhaltige Nahrung lebenswichtig werden. Zum Glück sind aber nur wenige Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Was nicht heißen soll, dass Weizen für die nicht Betroffenen gesund ist. Weizen wird heute zu den Verursachern von Diabetes gezählt, da der Blutzucker durch seinen Verzehr in schwindelnde Höhen getrieben wird, was die Bauchspeicheldrüse wiederum stark belastet. Auch Arthrose und Arteriosklerose rechnet die Medizin zu den Folgeerkrankungen. Aber bereits die harmloseren Störungen können Konsequenz des stetigen Konsums unseres gewohnten Bauernbrots sein, nämlich Blähungen, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall bis hin zu Darmentzündungen.

Und kann Brot auch dick machen?

Ja, Brot macht auch dick. Ein schmackhaftes belegtes Brot allein wird noch nicht für den runden Bauch sorgen. Aber man ist sich inzwischen darüber einig, dass es aufgrund des Zusammenwirkens von Nervensystem und Darm zu einer Art Abhängigkeit kommt. Der Genuss von Brot, und damit auch von den darin enthaltenen Gliadinen, birgt ein Suchtpotential - eine Erkentnis, welche der Wissenschaft noch nicht so lange bekannt ist, aber andererseits nachvollziehbar sein dürfte, wenn man sich die Freunde allzu üppigen Brot-, Pizza- und Kuchenkonsums mit ihren Kugelbäuchen anschaut.

Hat Brot denn überhaupt Zukunft?

Immer mehr Menschen wollen dieses Erleben eines blähenden Gefühls in ihrem Verdauungstrakt nicht mehr hinnehmen, welches sie nach dem Essen von Getreideprodukten verspüren. Diese Unwohlsein charakterisiert wohl auf bedenkliche Weise eine Richtung, in welche sich unsere Nahrungsmittelproduktion bewegt. Denn der Weizen musste viele genetische Umformungen über sich ergehen lassen, um dieses Potential an Unverträglichkeit zu entwickeln. Hier ist ein Umdenken in der Produktion gefragt. Der Verbraucher kann nur so reagieren: Verzicht auf Brot, so schwer es ist!