Sojasauce gesund

Ist Sojasauce gesund?

Der Trend rund um die Sojasauce

In den letzten paar Jahren hat sich in fast allen westlichen Industriestaaten ein Trend hin zu einem gesunden Lebensstil entwickelt. Zu einem gesunden Lebensstil darf natürlich auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht fehlen. Die asiatische Küche, die bekannt für ihren häufigen Einsatz der leckeren Sojasauce ist, hat sich so schnell zu einem echten Trend entwickelt. Sojasaucen haben einen pikant-würzigen Geschmack. Im japanischen wird dieser Geschmack als „umami“ bezeichnet. Dies bedeutet übersetzt soviel wie „der fünfte Geschmack neben süß, salzig, sauer und bitter“. Viele Liebhaber der würzigen Sauce fragen sich, ob diese wirklich gesund ist und welche Menge Sojasauce unbebedenklich konsumiert werden kann.

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Was ist Sojasauce überhaupt?

Bei Sojasauce handelt es sich um eine Sauce, mit der Speisen gewürzt werden. Ihren Ursprung hat die aus Sojabohnen, Wasser und Salz bestehende Sauce in China und Japan. Die chinesischen Saucen sind noch einmal unterteilt in helle und dunkle Sorten. Zudem werden die chinesischen Varianten differierend hergestellt. So benötigen traditionell gebraute Sojasaucen Mikroorganismen, Diesen Organismen wird die Sauce über Wochen im Herstellungsprozess ausgesetzt. Nur so kann es zur Fermentation kommen. Bei der industriellen Herstellung wird auf diesen Prozess aus Gründen der Effizienz und Kostenersparnis verzichtet. Vielmehr werden bei den industriell gefertigten Saucen Zusatzstoffe verwendet, die eine besonders schnelle Herstellung erlauben, ohne dabei den Geschmack zu beeinträchtigen.

Bei beiden Herstellungsarten wird das Glutamat abgespaltet, weshalb die Sauce als naturbelassener Geschmacksverstärker fungiert.

Die Qualität einer Sojasauce kann über sensorische Tests ermittelt werden. Ausschlaggebend für die Verkostung sind insbesondere die Konsistenz, die Farbe, der Geschmack und der Geruch. Zu allen vier Aspekten kann es gravierende Unterschiede geben, so dass nicht jede Sojasauce gleich ist.

Im Rahmen der Globalisierung und dem allgemeinen Trend hin zur Entdeckung fremder Kulturen und exotischer Speisen, hat sich die Sojasauce auch hierzulande immer mehr durchgesetzt und ist inzwischen auch aus vielen deutschen Küchen, bestimmt auch aus deiner, nicht mehr hinwegzudenken.

Wie gesund ist Sojasauce wirklich?

Die asiatische Sojasauce enthält viel Eiweiß, kein Fett und ist sehr kalorienarm. Besonders gesund wird die Sauce durch die beigefügten Aminosäuren für den würzigen Geschmack. Außerdem enthält die traditionelle Variante der Sojasauce viele Antioxidanten, die jedoch ihre positiven Wirkungen erst in großen Mengen freisetzen. Bei den Sojasaucen, die hierzulande industriell hergestellt werden, enthält die Sauce keine Antioxidanten. Stattdessen werden chemische Stoffe als Geschmacksverstärker eingesetzt. Diese Stoffe haben für dich leider keinen gesunden Mehrwert. Der Verzicht auf Antioxidanten in den Sojasaucen ist darauf zurückzuführen, dass dadurch der Reifeprozess des Sojas beschleunigt wird und somit mehr in kürzerer Zeit produziert werden kann.

Ungesunde Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Zucker, Aromen oder Konservierungsstoffe, sind in Sojasaucen, auch in den industriell hergestellten Varianten, nicht enthalten.

Beachten solltest du auch, dass gerade die dunklen Saucen relativ viel Salz enthalten und somit eigentlich etwas ungesünder sind als die helleren Sorten. In geringen Mengen kann jedoch auch die dunkle Sauce ohne Bedenken konsumiert werden und eignet sich ebenfalls hervorragend für das Würzen asiatischer Speisen. Bei der dunkleren Variante fällt auch noch auf, dass diese etwa 10 mal so viele Antioxidanten enthält wie Rotwein.

Da Sojasauce jedoch von den wenigsten Menschen in so großen Mengen wie Wein konsumiert wird, ist der Vergleich schwierig. Die übliche Verzehrmenge von Sojasauce hat kaum Einfluss auf die Gesundheit, weder positiven noch negativen. Da Sojasauce einen Salzgehalt von etwa 13 % aufweist, sollte diese nicht in allzu großen Mengen konsumiert werden. Nichtsdestotrotz konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass Sojasauce als natürliches Würzmittel deutlich gesünder ist als herkömmliches Salz.

Grundsätzlich kommt es also darauf an, wie die Sauce hergestellt wird. Die traditionelle Herstellungsweise ist mit mehr Arbeits- und Zeitaufwand verbunden, überzeugt dafür jedoch mit einem intensiveren Geschmack und dem Verzicht auf gesundheitlich bedenkliche Zusatzstoffen. Zudem enthält die traditionelle Variante der Sojasauce gesunde Antioxidanten. Antioxidanten schützen nachweislich den Körper vor freien Radikalen, die die Funktion menschlicher Zellen stören können. Ein Mangel an Antioxidanten im Körper kann rasch zu häufig auftretender Müdigkeit, einem schlechten Hautbild, Krampfadern und einem zu hohen Blutdruck führen. Zu den langfristigen Folgen eines Mangels an Antioxidanten gehören Augenprobleme, Schlaganfälle, Demenz, Gelenkbeschwerden und Krebs.

Die Verwendung von dunkler und heller Sojasauce

Grundsätzlich können sowohl die dunkle als auch die helle Variante der Sojasauce von dir gleich verwendet werden. Die helle Variante ist jedoch geschmacklich weniger kräftig und weniger würzig. Aus diesem Grund wird die helle Variante traditionell eher direkt zum Kochen verwendet. Wegen des milden Aromas ist die helle Sojasauce nicht zum Nachwürzen von Gerichten geeignet. Der sanfte und süßliche Geschmack der hellen Sauce passt geschmacklich perfekt zu Fisch und Geflügel. Kräftige Fleischsorten, wie Rind, Schwein oder Lamm, profitieren eher vom Aroma der dunklen Sauce. Auch für das Würzen von Sushi ist die dunkle Sauce geschmacklich hervorragend geeignet.

Tipps zur gesunden Verwendung von Sojasauce

Die Nährwertangaben belegen, dass Sojasauce gesund ist. Leider enthält die würzige Sauce jedoch einen recht hohen Salzanteil von etwa 13 %. Wenn zuviel Salz konsumiert wird, kann dies schnell schwerwiegende gesundheitliche Folgen, wie zum Beispiel Gefäßverengungen auf Grund eines Flüssigkeitsmangels im Körper, einen hohen Blutdruck oder sogar eine toxische Wirkung, haben. Eine toxische Wirkung kann bei einem schlimmen Verlauf erst zu Durchfall und Erbrechen und im Anschluss sogar zum Tod infolge von Herzund Atemstörungen führen. Auf Grund der negativen Folgen eines zu hohen Salzkonsums sollte daher unbebingt auf eine salzarme Ernährung geachtet werden. Bei der Sojasauce ist der Anteil an Salz bei den dunklen Sorten höher als bei den hellen Varianten. Da sich die Sojasauce jedoch hervorragend als Ersatzprodukt für puren Würzsalz eignet, kann diese bewusst als Alternative konsumiert werden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Würzsalz enthält die Sojasauce nämlich viele gesunde Stoffe.

Ketjap Manis: Eine (noch) unbekannte Variante der Sojasauce

Bei der in Deutschland noch relativ unbekannten, dafür jedoch in Malaysien und Indonesien sehr beliebten, Ketjap Manis, handelt es sich um eine Variante der klassischen Sojasauce. Der Begriff „Ketjap“ bedeutet aus dem Indonesischen übersetzt „fermentierte Soße“. Auch der englische Begriff „Ketschup“ lässt sich von „Ketjap“ ableiten. Im Gegensatz zur traditionellen Sojasauce ist der Geschmack der Ketjap Manis zwar salziger, ingesamt jedoch milder und auf Grund des enthaltenen Palmzuckers sehr süßlich. Die dickflüssige Konsistenz dieser Saucenart erinnert an Sirup. Die dickflüssige Ketjap Manis-Sauce eignet sich besonders gut als Basis Würzung für verschiedene Gemüse- und Reisgerichte, sowie Fisch und Fleisch. Die Sauce schmeckt sehr süß und kann daher auch hervorragend als Dip verwendet werden. Da die Sauce leicht anbrennt, eignet sich diese nicht zum Marinieren oder Braten. Die Sauce kann am besten kurz vor dem Servieren der Speise hinzugefügt werden oder für das Nachwürzen verwendet werden.

Sojasauce – Kauf und Lagerung

Herkömmliche und leider in der Regel industriell gefertige Sojasaucen können in jedem Supermarkt gekauft werden. Die gesünderen Varianten der Sojasauce, die traditionell hergestellt werden, können am besten in ausgewählten BioMärkten gekauft werden. Spezielle Sorten, die Liebhaber von Sojasaucen meist aus Asien-Urlauben kennen, können in asiatischen Feinkostläden gekauft werden. Auch diese Sorten gelten als sehr gesund. Der Preis pro Sauce und pro Flasche beträgt zwischen 1,30 Euro und 4,50 Euro. Die geöffnete Flasche Sojasauce sollte am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nachdem die Flasche geöffnet wurde, sollte der Inhalt unbedingt innerhalb von zwei bis drei Monaten konsumiert werden. Der Inhalt ungeöffneter Flaschen hält sich bis zu drei Jahre.

Gut zu wissen

Personen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, können auf die Variante Tamari zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um eine glutenfreie Sorte der Sojasauce, die ohne Weizen hergestellt wird.

Solltest du nach dem Konsum der klassischen Sojasaucen allergische Reaktionen befürchten, ist es ratsam, auf Sojasauce zu verzichten und alternativ Worcestersoße, Kräutersauce oder Fischsauce für das Würzen von Speisen zu verwenden. Der Geschmack der drei genannten Saucen ähnelt dem der Sojasauce jedoch nur bedingt, da diese einen starken Eigengeschmack haben.

Video: Welche Sojasauce? Unterschied helle und dunkle Sojasauce? - hier die Antworten

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