Weiße Bohnen gesund

Warum weiße Bohnen gesund sind und wie man sie zubereitet

Die weiße Bohne gehört zu den Hülsenfrüchten. Diese können vorgegart, konserviert oder getrocknet gekauft werden. Um den vollen Geschmack zu erhalten, sollte jedoch die getrocknete weiße Bohne bezogen und anschließend selbst verarbeitet werden. Damit stellst Du sicher, dass Du das volle Aroma erhältst. Vor der Zubereitung sollten die weißen Bohnen optimalerweise einige Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden. Damit erhalten die Hülsenfrüchte ihren typischen Geschmack.

Die ganze Kraft der Natur

Mehr als 700 verschiedene Sorten Bohnen gibt es auf der Welt. Sie liefern uns Proteine, Vitamine, Mineralien und Fasern, die den Körper bei der täglichen Arbeit unterstützen. Zudem helfen diese uns, gesund zu bleiben.

Neben einer Vielzahl an Vitaminen enthalten weiße Bohnen zudem lebenswichtige Stoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor. Auch die sogenannten Bausteine der Natur, die Aminosäuren, sind in einer hohen Menge vertreten.

Der gesunde Einfluss der weißen Bohne

Im Gegensatz zu anderem Gemüse liefern Bohnen große Mengen an Ballaststoffen. Bereits 20 % des Tagesbedarfs an Ballaststoffen wird durch eine kleine Portion Bohnen sichergestellt. Doch dieser hohe Anteil hat noch ganz andere Vorteile. In einer langjährigen Studie japanischer Forscher konnte zudem festgestellt werden, dass die Ballaststoffquelle Bohnen, das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, gerade bei Männern signifikant senkt. Die Ballaststoffe aus der Bohne hatten hier den größten Einfluss auf die Darmkrebsstatistik.

Die in weißen Bohnen enthaltenen Ballaststoffe gelangen unverdaut in den Darm und werden dort von Bakterien fermentiert. Dabei entstehen entzündungshemmende Substanzen, die zudem einem nicht normalen Wachstum von Zellen entgegenwirken.

Ebenfalls enthalten Bohnen Antioxidantien. Diese bekämpfen die freien Radikale in unserem Metabolismus und verhindern so, das Zellgewebe durch Oxidation zerstört wird. Dieser Vorgang kann eine Krebserkrankung auslösen. Mit denen in Bohnen enthaltenen Antioxidantien werden die freien Radikale unschädlich gemacht, bevor diese die Zellen angreifen können. Zudem helfen die Ballaststoffe in der weißen Bohne dem Körper, Karzinogene nicht zu absorbieren. Karzinogene können die Organe, die Zellen und das Körpergewebe schädigen. So sorgt das Gemüse zusätzlich für ein niedrigeres Krebsrisiko.

Folsäure und glykämischer Index

Neben Ballaststoffen und Antioxidantien enthalten Bohnen ebenfalls eine weitere wichtige Substanz. Die in den B-Vitaminen enthaltene Folsäure. So ist die weiße Bohne eine gute Nahrungsquelle, um Folsäure natürlich aufzunehmen. Studien in den letzten Jahren lassen vermuten, dass die künstliche Aufnahme von Folsäure eher krebserregend wirkt, als davor zu schützen. Zudem wird einer Erbgutschädigung entgegengewirkt, zu denen eine Mangelerscheinung von Folaten führen kann.

Die weiße Bohne hat einen niedrigen glykämischen Index. Dieser gibt eine Auskunft darüber, wie schnell das verzehrte Nahrungsmittel den Blutzuckerspiegel beeinflusst. So lassen Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Wert den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen, während dessen Nahrung mit einem geringen glykämischen Index diesen langsam ansteigen lässt. Da in Studien bereits nachgewiesen wurde, dass eine hochglykämische Ernährung zu einer Verdoppelung des Diabetes Typ-2-Risikos und Herzerkrankungen führt, sollten auf dem Speiseplan vermehrt Lebensmittel, wie die weißen Bohnen, stehen, die einen niedrigen glykämischen Wert aufweisen.

Optimale Vorbereitung und Verarbeitung der weißen Bohne

Das Einweichen der weißen Bohnen bindet das Eiweiß im inneren an die Bohne und Nährstoffe werden über die Schale auch an das Wasser abgegeben. So solltest Du das Einweichwasser bei der Verwendung der Bohnen mit einbeziehen. Es wäre schade und eine Verschwendung, dieses einfach wegzuschütten. Optimalerweise wird das Wasser zum Kochwasser gegeben. So bleiben so viele Nährstoffe wie möglich erhalten. Einen besonderen Tipp hierzu findest Du später in diesem Artikel.

Hast Du die Bohnen konserviert oder vorgegart gekauft, kannst Du diese sofort nach dem Abtropfen benutzen. Im Gegensatz zum Einweichwasser hat das Abtropfwasser kaum noch Nährstoffe und kann bedenkenlos abgeschüttet werden. Damit der Dosengeschmack bei der weiteren Verarbeitung nicht mit einfließt, werden diese Bohnen mit lauwarmem Wasser sorgfältig abgewaschen. Wichtig ist, dass die weiße Bohne nur gegart zum Verzehr geeignet ist. Zudem gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Du die Bohne in Deinen Speiseplan integrieren kannst und wie Du diese zubereitest.

Zubereitung

Die weißen Bohnen sind in vielen Küchen als schmackhafte Erweiterung bereits integriert. Meist werden diese in Eintöpfen, Suppen oder als Bratlinge verwendet. In der internationalen Küche sind Bohnen schon lange als sättigende Beilage bekannt. Gerade in südlichen Ländern wird die weiße Bohne zum Salat gegeben oder als Antipasti angeboten.

Beim Würzen von weißen Bohnen kann leicht experimentiert werden. So eignet sich Minze gerade für die mediterrane Küche ebenso, wie ein pikanter Käse. Auch Sellerie und Knoblauch lassen sich sehr gut mit der Bohne kombinieren. Diese erschaffen zusammen einen sehr intensiven Geschmack und verleihen vielen Gerichten den letzten Schliff.

Ein Tipp gegen Blähungen

Das Hülsenfrüchte im Allgemeinen Blähungen verursachen ist hinlänglich bekannt. Dazu gehören auch weiße Bohnen, da diese aufgrund ihrer unlöslichen Ballaststoffe die Tätigkeit des Darms anregen. Wenn durch die verstärkte Darmtätigkeit, die im Übrigen auch Verstopfungen vorbeugt, Blähungen entstehen, kann in der Zukunft Kümmel zu den Gerichten gegeben werden, die weiße Bohnen enthalten. Dies sorgt dafür, das der in Bohnen enthaltene Dreifachzucker, schneller vom Darm abgebaut werden kann, als ohne das Gewürz. Zudem kann es helfen, dem Kochwasser eine Messerspitze Natron hinzuzufügen. In jedem Fall sollten die weißen Bohnen über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag mit frischem Wasser gekocht werden.

Tipps rund um die (weiße) Bohne

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    wenn die Bohnen über einige wenige Stunden vor der Nutzung in Wasser eingeweicht werden, wird die Kochzeit deutlich verkürzt
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    lagere die Bohne an einem trockenen und dunklen Ort
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    Bohnen, die luftdicht gelagert werden, können bis zu einem Jahr frisch bleiben
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    weiße Bohnen lassen sich auch gut im Dampfkochtopf verarbeiten
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    beim Kauf sollte immer auf ganze Bohnen geachtet werden
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    bei hohen Mengen kann es zu Störungen des Zellstoffwechsels kommen
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    am Besten sind frische oder getrocknete Bohnen
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    weiße Bohnen aus der Dose haben den Großteil ihrer Nährstoffe durch die Verarbeitung bereits verloren
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    auf eine Tasse Bohnen, werden drei Tassen Wasser gegeben, um diese einzuweichen
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    bei auftretenden Blähungen wird das Einweichwasser beim nächsten Mal weggeschüttet
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    dies enthält zwar viel Nährstoffe, aber auch Kohlehydrate und Zucker die Störungen im Magen-Darm-Bereich verursachen können
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    bei Nierensteinen oder Gicht sollten die weißen Bohnen nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan landen. Aufgrund des hohen Gehalts an Purin kann der übermäßige Verzehr eine negative Auswirkung haben

Video: Omas Weiße Bohnen Eintopf

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