Sind Zwetschgen gesund?

Zwetschgen gesund

Bei Zwetschgen handelt es sich um leckeres Steinobst, welches Ende Juli seine Hochsaison hat. Frische, getrocknete und eingeweckte Früchte sind eine nährstoffreiche Ergänzung zum täglichen Bedarf. Insbesondere im Spätsommer beginnt die Ernte der Früchte. Sie sind klein, rund und verfügen über einen süßlichen Geschmack. Sie sind reich mit gesunden Vitaminen und können gegen manche gesundheitlichen Probleme helfen. Oft gehen die Zwetschgen neben den Pflaumen unter. Viele verwechseln die Begriffe Zwetschge und Pflaume miteinander. Welche Stoffe in der Zwetschge stecken und ob sie wirklich gesund sind, wird im folgenden Artikel erklärt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen?

Die Unterscheidung zwischen Pflaume und Zwetschge ist nicht all zu schwer. Beide Früchte verfügen über das gleiche runde Aussehen und einer violetten Farbe. Mehr Gemeinsamkeiten im Bereich Optik gibt es nicht. Generell gilt:

  • Pflaumen können in mehreren Farben erstrahlen
  •  Zwetschgen nur von dunkelblau bis lilafarben

Ein weiteres Merkmal ist, dass Pflaumen vorzugsweise runder sind. Zwetschgen sind eher oval und haben keine Naht. Zudem lässt sich bei der Zwetschge der Kern gut lösen und das Fruchtfleisch ist gelb. Selbst bei der Konsistenz kann die Zwetschge auch höheren Temperaturen standhalten und zerfällt nicht. Nicht umsonst eignet sich die Frucht hervorragend zum Kuchenbacken.

Welche Inhaltsstoffe sind in der Zwetschge enthalten?

Die Zwetschge enthält reichlich gesunde Nährstoffe, die für den täglichen Bedarf benötigt werden. Neben zahlreichen Ballaststoffen sind auch Vitamine und weitere Inhaltsstoffe in der Frucht wiederzufinden.

1) Ballaststoffe

Früher wurde die Frucht von Römern von Asien nach Europa gebracht. Heutzutage zählt es zum einheimischen Obstangebot. Die Ballaststoffe der Zwetschge befinden sich in der Schale. Neben Ballaststoffen sind auch reiche Mengen an Sorbit vorhanden. Trockene Zwetschgen haben eine heilende Wirkung und helfen gegen einen gereizten Magen sowie Sodbrennen.

2) Vitamine

Darüber hinaus sind unterschiedliche Vitamine vorzufinden. Durch die vielen Vitamine werden die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützt. Weiterhin ergeben sich positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel und das Immunsystem. Folgende Vitamine sind in der Zwetschge enthalten:

  • Provitamin A
  • verschiedene Arten von Vitamin B
  • Vitamin C
  • Vitamin E

Kombiniert mit sogenannten Spurenelementen wie Kupfer oder Zink wird die Zwetschge beruhigend auf den Körper. Dementsprechend eignet sie sich auch als perfekter Begleiter für den Berufsalltag. Des Weiteren liefern Zwetschgen aufgrund ihres hohen Fruchtzuckergehalts bis zu 25 Prozent schneller Energie.

3) weitere Inhaltsstoffe

Neben Ballaststoffen und Vitamin enthalten Zwetschgen noch sekundäre Pflanzenstoffe, die auch unter Polyphenole bekannt sind. Weiterhin enthalten sind:

  • Phosphor
  • Kalzium
  • Bor
  • Vitamin K

4) hoher Fruchtzuckergehalt

Verglichen mit den Pflaumen haben sie einen besonders hohen Anteil an Fruchtzucker und können dementsprechend schneller Energie liefern. Der hohe Fruchtzuckergehalt hat demnach Auswirkungen auf den Kaloriengehalt der Zwetschge. Etwa 100 Gramm an Zwetschge besitzt in etwa 47 kcal. Trockene Zwetschgen um die 225 kcal auf 100 Gramm. Der hohe Anteil an Zucker ist jedoch nicht für jede Person gut geeignet. Wer eine Fructoseintoleranz hat, sollte auf Zwetschgen besser verzichten. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen oder Durchfall.

All die genannten Stoffe unterstützen den Knochenstoffwechsel nachhaltig. Zudem vermuten Experten, dass Zwetschgen gegen Osteoporose vorbeugen können. Die enthaltenen Antioxidantien und Polyphenole bieten effektiven Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem können Fettablagerungen verhindert werden, da der Alterungsprozess der Zellen verlangsamt wird. Durch diese Eigenschaften helfen Zwetschgen zudem den Bluthochdruck niedrig zu halten, Übergewicht zu vermeiden und sogar die Cholesterinwerte im Zaun zu halten.

Worauf sollte beim Kauf von Zwetschgen geachtet werden?

Zwetschgen sind äußerst gesund und bieten zahlreiche Vorteile. Allerdings gibt es beim Kauf auf bestimmte Dinge zu achten, um von den Besonderheiten profitieren zu können. Generell sollte man immer darauf achten, dass die Zwetschgen prall und nicht überreif sind. Ein grünliches Schimmern ist von Nachteil und ein Hinweis auf eine zu frühe Ernte. Ein Qualitätsmerkmal einer jeden Zwetschge ist ihr Duftfilm. Durch diesen werden die Früchte vor Verlust an Feuchtigkeit geschützt. Im Grunde genommen ist es eine natürliche Wachsschicht, die erst kurz vor dem Verzehr oder der Verarbeitung abgewaschen werden sollte.

Auch in Sachen Lagerung gibt es auf den ein oder anderen Aspekt zu achten. Idealer Platz zur Aufbewahrung ist das Gemüsefach im Kühlschrank. Sollte die Zwetschge halbiert worden sein, kann sie auch eingefroren werden. So kann die Zwetschge auch im Winter gegessen werden.

Weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit

– die Inhaltsstoffe nehmen auf dem Weg zum Darm unverdauliche Nahrungsfasern auf und befreien den Körper von verschiedenen Abfall- und Giftstoffen:

  • der hohe Gehalt an Ballaststoffen trägt zur Senkung des Cholesterinspiegels bei
  • wirkt sich positiv auf Gicht und Leberleiden aus

Zwetschgen stärken für die Winterzeit

Wie oben bereits erwähnt können Zwetschgen bei richtiger Lagerung auch in den kalten Jahreszeiten gegessen werden. Schon im Spätsommer lässt sich es sich im gesundheitlichen Sinne auf den Winter vorbereiten. Grund ist das enthaltene Zink in den Zwetschgen. Es trägt unter anderem zur Stärkung des Immunsystems bei, Weiterhin schützen die Anthocyane vor Infektionen und Entzündungen. Nebenbei soll die Frucht gegen Thrombosen und Tumoren vorsorgen. Wer auf Pflaumen im Winter nicht verzichten möchte, kann sie in 2 Teile schneiden und im Gefrierschrank einfrieren. Dadurch halten sie länger und können auch im Winter gegessen werden.

Fazit

Zwetschgen sind runde, lila Früchte, die schon früher als wahre Wundermittel galten. Sie bringen zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich, das hauptsächlich an den Inhaltsstoffen liegt. Dazu gehören zahlreiche Ballaststoffe, eine gesunde Portion an Vitaminen sowie weiteren Inhaltsstoffen. Dementsprechend kann durch den Verzehr von Zwetschgen das Immunsystem gestärkt werden. Ein klares Merkmal von Zwetschgen ist ihr hoher Fruchtzuckergehalt. Der sorgt für schnelle Energie und trägt zur Entspannung bei. Nicht umsonst eignet sich die Zwetschge als guter Snack für die Mittagspause. Im Großen und Ganzen gibt es so gut wie keine negativen Aspekte zu berichten. Lediglich Personen mit einer Intoleranz sollten davon Abstand halten.

Video: Zwetschgen für den Winter einkochen