Ist Sesam gesund?

Sesam gesund

Sesam wurde bereits schon 3000 v. Chr. Angebaut und gehört zu den ältesten Ölpflanzen weltweit. Sesamsamen verfügen über einen außerordentlichen Vitalstoffreichtum. Aufgrund seines hohen Calciumgehalts wird Sesam seit bereits langer Zeit zum Erhalt der Knochengesundheit eingesetzt. Innerlich angewandt ist Sesam gut für Haut und Haare und auch als äußerliche Anwendung pflegt Sesamöl die Haut weich und geschmeidig.

Die Samen unterscheiden sich farblich, sodass es Sesam in Schwarz, hellbraun und goldgelb gibt. Die Urvariante ist schwarzer Sesam, welcher ähnlich wie der goldgelber schmeckt, allerdings inhaltlich wertvoller ist, als der braune und gelbe Samen. Aus diesem Grund wird schwarzer Sesam sowohl für medizinische als auch für kosmetische Zwecke genutzt.

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Hochwertige Fette und Aminosäuren

Sesamsamen verfügen über einen Fettgehalt von circa fünfzig Prozent. Dabei besteht das Fett beziehungsweise Öl zu siebenundachtzig Prozent aus ungesättigten Fettsäuren, welche sich zur Hälfte aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und zur anderen Hälfte aus einfach ungesättigten Fettsäuren zusammensetzen. Die in den mehrfach ungesättigten Fettsäuren befindliche Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) wirkt sich besonders positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Zudem ist Linolsäure ein Bestandteil der Haut wie auch der Darmschleimhaut.

 Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren macht das Lecithin, welches sich im Sesamöl befindet besonders gesund für den Stoffwechsel. Lecithin ist als wichtiger Baustein der Zellmembranen und verhindert das Verhärten dieser. Hierdurch gewährleistet Lecithin den problemlosen Austausch zwischen den Zellen. Zudem ist es von zentraler Bedeutung für die Aufnahme und Emulgierung von Nahrungsfetten. Dies beugt zum Beispiel Gallensteinen vor und wird vom Gehirn in Streßsituationen als Energiequelle genutzt.

Sesam für Haut, Haare und Knochen

Sesamsamen gelten als extrem hohe Eiweißquelle, da die Samen sämtliche essentiellen Aminosäuren beinhalten und besonders reich an Taurin, Cystein und Methionin sind. Dieses sind schwefelhaltige Aminosäuren, welche zahlreiche Funktionen im Körper ausführen. So sind sie unter anderem für Bildung von Kollagen mit zuständig, einem wesentlichen Faserbestandteil von Haut, Knochen, Bänder, Sehnen, Knorpel, Blutgefäße und Zähne. Sie tragen für den gesunden Aufbau von Haaren, Haut und Nägeln bei.

Das im Sesam enthaltene Spurenelement Selen ist zusammen mit Cystein ein wichtiger Bestandteil für die Herstellung von Glutathionperoxidase und Glutathion, welche zu den wesentlichsten körpereigenen Antioxidantien des menschlichen Organismus gehören.

Sesam als Vorbeugung von Osteoporose

Sesam verfügt über einen hohen Mineralstoffgehalt. Magnesium und Calcium sind also reichlich vorhanden und werden durch ihr optimales Mengenverhältnis bestens vom Körper aufgenommen. Die natürliche Kombination der beiden Mengenelemente macht Sesam sehr wertvoll für den Aufbau und Erhalt von Knorpel, Knochen, Gelenke, Zähne wie auch Muskeln und fördert die Reizleitung in den Nerven.

Sesam enthält 6,5 Mal so viel Calcium wie Milch. Zehn Gramm Sesam (1 Eßl.) liefern dem Körper circa achtundsiebzig Milligramm Calcium. Der durchschnittliche Tagesbedarf an Calcium wird bei einem Erwachsenen mit circa eintausend Milligramm angegeben. Ausschlaggebend hierfür ist jedoch nicht die in Nahrungsmitteln angegebene Menge Calcium, sondern die tatsächlich aufgenommene Menge. Auch hier steht Sesam an erster Stelle, obgleich der natürlich enthaltenen Antinährstoffe (Lektine, Phytinsäure etc.) welche mit den gegebenen Mikronährstoffen unauflösliche Verbindungen eingehen können, sodass ebendiese dem Körper zur Aufnahmen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Sesam zur Behandlung bei Arthrose

Neueste Studien belegen, dass die regelmäßige Einnahme von Sesam sogar positive Auswirkungen auf Arthrose im Kniegelenk hat. Während eine Gruppe von fünfundzwanzig Probanden neben ihre geläufigen Medikation über eine Zeitspanne von acht Wochen täglich vierzig Gramm (4 Eßl.) zu sich nahmen, diente die zweite Gruppe, welche ausschließlich ihre normalen Medikamente einnahm als eine Art Vergleichsgruppe.

Das Resultat zeigte eine deutlich positive Auswirkung auf die Symptome der Arthrose. Zudem ergab sich auch ein deutliches Gefälle hinsichtlich der Schmerzintensität zum Vorteil der Sesam-Probanden. Sesam hat also positive Auswirkungen auf die Krankheit Arthrose (Gelenkabnutzung), welche hauptsächlich durch Entmineralisierung und Fehlernährung zu tun hat. Auf diese Weise stellt Sesam bei regelmäßigem Verzehr eine wertvolle Ergänzung zu Cortison dar. Wie bereits seit Langem bekannt führt die häufige Verabreichung von Cortison zum Abbau von Calcium in den Knochen.

Antioxidantien

Sesam wie auch sein unraffiniertes Öl verfügt über einen hohen antioxidativen Wert. Hierfür sind vor allem das vorhandene Vitamin E wie auch die sekundären Pflanzenstoffe Sesamolin und Sesamin verantwortlich. Diese gehören zu den so benannten Lignanen, welche nicht nur als pflanzliche Hormone eine ausgleichende Wirkung auf den Östrogenhaushalt haben, sondern zugleich auch eine hohe antioxidative Wirkung aufweisen.

Speziell die Hemmung von oxidativen Prozessen durch eben genannte Antioxidantien haben eine sehr positive Auswirkung auf das Gefäßsystem und damit auch auf den Blutdruck. Eine Studie von Bluthochdruckpatienten, welche keinerlei blutdrucksenkende Mittel erhalten hatten, hat deutlich werden lassen, dass speziell Sesammehl über eine gewisse Zeitspanne regelmäßig verzerrt, durchaus geeignet ist, den Blutdruck bedeutend zu senken.

Energie und Kraft durch Sesam

Neben dem bereits aufgeführten Vitamin E enthält Sesam eine Vielzahl an wichtigen B-Vitaminen. So zum Beispiel Vitamin B1, B2 und B3 (Niacin) wie auch Vitamin A. Diese kurbeln die Stoffwechselvorgänge der Organe und Zellsysteme an. Dabei unterstützen sie den Aminosäuren-, Kohlenhydrat- und Fettsäuren Stoffwechsel. Zudem haben sie eine essentielle Bedeutung hinsichtlich des Nervenstoffwechsels. Sie ermöglichen den Energietransport in alle Zellen und sind aufgrund dessen unerlässlich für die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit.

Gleichzeitig stärken sie das Immunsystem. Zudem sind sie für die optimale Funktion von Haut und Schleimhäuten zuständig. Auf diese Weise versorgt Sesam den Körper nicht nur mit lebensnotwendigen Mineralien, sondern auch mit Energie.

Bessere Verdauung durch Sesam

Sesam verfügt über Ballaststoffe, welche nicht nur sehr quellfähig sind, sondern zudem auch eine große Bindungsfähigkeit aufweisen. Diese Tatsache unterstützt den Darm, unverdaute Nahrungsreste wie auch schleimhautreizende Stoffe auszuscheiden. Wer also täglich zwei Löffel Sesam und sein Müsli oder in den Haferbrei rührt, unterstützt den Darm bei der Verdauung.

Die Liste an gesundheitsfördernden Eigenschaften von Sesam ließe sich noch grenzenlos fortsetzen, da Sesam auch in der traditionellen chinesischen Medizin, als auch in der deutschen Küche rege Verwendung findet.

Video: Sprossen, Keimlinge, Sesam selber ziehen - Rohkost, vegane und vegetarische Ernährung

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