Ist Schafskäse gesund?

Schafskäse gesund

In deutschen Küche, gehört Fetakäse, zusammen mit Mozzarella und Parmesan, zu den beliebtesten Käsesorten. Er zeichnet sich durch seinen charakteristischen, säuerlich-salzigen Geschmack aus und kann sowohl heiß als auch kalt eingesetzt werden. Auch ist er eine gute Proteinquelle, wenn es mal kein Fleisch sein soll. Erfahre, ob Schafskäse gesund ist!

Besonders im Frühling und Sommer, hat der Schafskäse, auch in Deutschland, viele Anhänger gefunden. Er ist vielseitig verwendbar und ein guter Begleiter in Aufläufen, zu Pasta und Pizza, als Topping für knackige Sommersalate, oder pur sowie als Dip.

So sind nicht nur Fans der mediterranen Küche von Schafskäse begeistert. Er gehört, mit seiner großen Palette an Einsatzmöglichkeiten, mittlerweile zu den Klassikern der deutschen Küche.

Der aus Griechenland stammende Fetakäse, wird auch bei uns immer beliebter. Das ist nicht nur für Genießer eine gute Nachricht, sondern auch für gesundheitsbewusste Menschen. Als gute Proteinquelle stellt er eine leckere Alternative zu Fleisch dar, besonders für Vegetarier und Flexitarier ist Fetakäse attraktiv, sowie für Menschen die sich „low carb“ ernähren möchten. Was ihn gesund macht und welcher Schafskäse sich überhaupt Feta nennen darf, erfährst du im Folgenden.

Die Geschichte des Feta

In den Mittelmeerländern wird Schafskäse schon seit Jahrtausenden hergestellt und zählt dadurch zu den ältesten Käsesorten der Welt. In der griechischen Mythologie gilt Schafskäse als Geschenk der Götter. Einer Sage zufolge, war Feta das Geschenk des Gottes Aristaios an die Menschheit.

Vor rund 50 Jahren brachten griechische Gastarbeiter, neben Gyros und Ouzo, den Fetakäse mit nach Deutschland. Vorher war Schafskäse hierzulande nahezu unbekannt und wurde in kurzer Zeit zum Bestseller.

Sind Feta und Schafskäse das Selbe?

Es herrscht oft Verwirrung darüber ob Feta- und Schafskäse das Selbe sind. Im griechischen bedeutet „Feta“ nichts anderes als „Scheibe“ und hat somit auch keine Aussagekraft über den Inhalt des Produktes.

Schon Anfangs hat sich, in Deutschland der Begriff „Feta“, als Synonym für Schafskäse, durchgesetzt und eingebürgert. Vermutlich weil es mediterran und griffig klingt. Leider war nicht immer alles was sich „Feta“ genannt hat, auch aus Schafskäse, sondern wurde teilweise oder ganz aus Kuhmilch hergestellt. So wurden über lange Zeit Produkte beworben und verkauft, die zwar nach Schafskäse aussahen, aber nicht daraus bestanden.

Seit rund 16 Jahren ist mit dieser Täuschung jetzt Schluss. Mittlerweile darf nur noch Käse, der aus Griechenland stammt, traditionell in Salzlake eingelegt wurde und überwiegend aus Schafsmilch besteht, als Feta bezeichnet werden. Ausnahmen bilden einige Fetasorten, denen ein kleiner Anteil an Ziegenmilch zugesetzt wurde.

Auch auf die traditionelle Herstellung, wird heutzutage großen Wert gelegt. Seit vielen Jahrhunderten, wird der Schafsmilch, Buttermilch oder Lab zugesetzt, wodurch die Milch gerinnt. Anschließend wird das Ganze ausgepresst, bis nur noch eine Feste Masse übrig bleibt. Die Masse wird dann in Scheiben geschnitten und zum Reifen in Holz- oder Metallfässer geschichtet. Der Schafskäse reift dann rund zwei Monate lang, in einer Lake aus Salz und Schafsmolke. Es gibt auch Sorten die viel länger reifen und sich durch ihren intensiven und würzigen Geschmack auszeichnen. Durch eine längere Reifezeit bekommt der Feta auch eine festere Konsistenz.

Fetakäse gesund – Für Knochen und Zähne

Was Fetakäse gesund macht ist, dass er ein guter Calcium- und Phosphatspender sowie eine tolle Proteinquelle ist.

Wer traditionell hergestellten Fetakäse kauft, greift nicht unbedingt auf ein Diätlebensmittel zurück, da er bis zu 45% Fett haben kann. Es gibt auch Fettreduzierte Varianten mit einem Anteil von 9%-20%. Jedoch besitzt Fetakäse fast doppelt soviel Eiweiß wie Kuhmilch und Unabhängig von seinem Fettanteil pro 100g , 500 mg Calcium und 400 mg Phosphat. So bietet er in einer ungewöhnlich hohe Menge, zwei Mikronährstoffen an, die für gesunde Zähne und Knochen mitverantwortlich sind. Feta besitzt mit seinen 19% Proteinanteil, eine gesunde Menge an gut verwertbarem Eiweiß, das Wichtig ist als Grundbaustein der Zellen und essentiell für den Gesamtstoffwechsel. Zudem ist wenig Cholesterin enthalten.

Calcium ist, als einer der Grundbausteine unseres Organismus, essentiell und spielt besonders als Baustein für Knochen und Zähne, eine wichtige Rolle. Zusätzlich wird dieser Mikronährstoff, für die Blutgerinnung und die Reizweiterleitung in den Nerven benötigt, sowie bei der Ausschüttung von Hormonen und Enzymen.

Bei einem Calciummangel kann es zum Verlust von Knochenmasse und Abbau der Zähne kommen. Auch um Osteoporose Vorzubeugen, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Calcium wichtig. Über den Tag verteilt, benötigt der Mensch etwa 1000 mg Calcium. So hat man die Hälfte des Tagesbedarfs an Calcium, mit einem 100 g Stück Feta zu sich genommen.

Was Fetakäse gesund macht, ist zudem der enthaltene Phosphor. Zwar hat Phosphor einen schlechten Ruf, da die Lebensmittelindustrie teilweise zu viel Phoshat verwendet (besonders in Fertigprodukten) und eine überhöhte Aufnahme, dem Körper Calcium entziehen kann. Jedoch ist eine ausgewogenen Calcium- und Phosphataufnahme grundlegend für den Knochenaufbau. Zudem ist dieser Mineralstoff, von zentraler Bedeutung, für den Energiestoffwechsel. Der künstlich zugesetzte Phosphor, wie er in Fertiggerichten und gepökeltem Fleisch enthalten ist, sollte gemieden werden. Stattdessen ist auf natürliche Quellen zurückzugreifen, wie Beispielsweise Feta Schafskäse.

Protein – Grundbaustein unseres Körpers

Proteine gehören zu den Hauptnährstoffen unseres Körpers. Sie haben vielfältige Aufgaben und bilden das Grundgerüst unserer Zellen. In Form von Keratin, sind Eiweiße in unserer Haut, den Haaren und Nägeln enthalten. Sie bilden die Struktur unserer Muskeln und ohne Sie wäre Muskelaufbau kaum möglich. Aber auch die Transportfunktion der Proteine, ist nicht zu unterschätzen, so sind sie beispielsweise als Hämoglobin in den roten Blutkörperchen enthalten, oder beteiligt am Abbau von Giftstoffen aus dem Körper. Auch für Prozesse im Fett- und Hormonstoffwechsel ist Protein elementar.

Ein weiterer Vorteil dieses Nährstoffes ist, dass er Energie liefert und langanhaltend sättigt, so wirkt sich eine ausreichende Aufnahme von Eiweiß auch positiv auf das Gewichtsmanagement aus.

Mit der Aufnahme von Proteinen, braucht nicht übertrieben zu werden, da überschüssige Proteine zu einer Erhöhung des Harnstoffspiegels führen kann und dadurch entzündliche Prozesse im Körper begünstigt werden können. Generell sollten jedoch täglich 0,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zugeführt werden. Der Anteil an Eiweiß in der täglichen Ernährung sollte bei ca. 10-15 % liegen.

Fazit

Feta Schafskäse ist ein vielfältig einsetzbares Lebensmittel, dass sich durch einen angenehmen und pikanten Geschmack auszeichnet. Er ist reich an Calcium und Phosphat, sowie eine gute vegetarische Proteinquelle. Er kann Bestandteil einer geschmackvollen, vielfältigen und gesunden Küche sein.

Video: Das salzige Geheimnis des Feta-Käses | Galileo | ProSieben

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