Warum Schwarzer Rettich gesund ist

Schwarzer Rettich gesund

Außen Schwarz & innen Weiß

Rettiche werden seit Tausenden Jahren angebaut und haben bis heute nichts an ihrer Beliebtheit verloren. In der bayrischen Brotzeit, ist der „Radi" nicht mehr wegzudenken. Am anderen Ende der Welt in Japan gibt es kaum ein Gericht ohne Rettich. Wenn er nicht im Essen ist, so wurde er als Dekoration verarbeitet. Sein Name kommt aus dem Althochdeutschen ratih und das Wort aus dem Lateinischen radix, was „Wurzel" bedeutet. Der schwarze Rettich ähnelt einem großen Radieschen. Die Haut seiner Rübe ist dunkel gefärbt. Sein Fleisch ist fest, hell und punktet mit einer angenehmen Schärfe. Je sandiger der Boden ist, auf dem er gewachsen ist, um so intensiver ist diese und desto härter ist er. Der schwarze Rettich ist ein typisches Wintergemüse. In Deutschland wird er, bevor die richtigen Fröste eintreffen, ab September geerntet. Die Hauptanbaugebiete von Rettichen liegen im Südwesten Deutschlands.

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Heilkraft des schwarzen Rettichs

Rettiche machen den Gallensaft dünnflüssig und verhindern Steinbildung. Sie sind ein bewährtes Mittel bei chronischen Gallenwegsstörungen sowie Lebererkrankungen. Ser Saft regt die Darmtätigkeit an und kräftigt diesen.
Er ist als uraltes Heilmittel gegen Keuchhusten und als Hustenlöser bekannt. Weiterhin punktet die Knolle mit antibiotischen und pilzhemmenden Eigenschaften.
Schwarzrettich enthält folgende Komponenten, die für seine Schärfe und Heilkraft mit zuständig sind:

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    schwefelhaltiges ätherisches Öl in glykosidischer Bindung
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    Rhodanwasserstoff
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    Methylmercaptan
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    Allylsenföl
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    Butylsenföl

Diese kurbeln die Fettverbrennung richtig an und unterstützen Schlankheitskuren. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte nicht zu viel oder ausschließlich von der scharfen Knolle essen. Seine Würze könnte die Magenschleimhaut reizen und „schwer im Magen liegen."

Wenige 10 mg Harnsäure befinden sich in 100 Gramm Rettichfleisch. Damit wirkt sein Genuss der Übersäuerung Deines Körpers entgegen. Der Saft ist basenüberschüssig und magnesiumreich – somit ein ideales Lebensmittel bei Gichtbeschwerden sowie Rheuma.

Nicht nur die Knolle ist essbar. Aus den Blättern kannst Du Dir einen würzigen Tee aufbrühen. Dafür nimmst Du ungefähr 100 g Blätter, zerhackst diese etwas und übergießt sie mit einer Tasse kochendem Wasser. Dann lässt Du ihn 10 Minuten ziehen. Der Tee wirkt bei schlechter Verdauung, lindert schlechten Atem sowie Blähungen.

Vitamine und Mineralien unter sowie in der dunklen Haut des Winterrettichs

Die scharfe schwarze Knolle besteht zu 94 Prozent aus Wasser. Für Gemüse normale 1 Prozent Eiweiß stecken in seinem Fleisch. Ein großer Winterrettich von über 300 Gramm kann Deinen Tagesbedarf an Vitamin C decken. Da das Gemüse roh verzehrt wird, geht dieser hitzeempfindliche, wertvolle Stoff durch Kochen nicht verloren. Davon profitieren ebenfalls die hitzelabilen enthaltenen Vitamine B1 (Thiamin) und B5 (Pantothensäure). Das innewohnende wasserlösliche Vitamin B6 (Pyridoxin) unterstützt Deine Verdauung von Eiweißen und kurbelt Entgiftungsprozesse an. Der Körper kann von der Substanz nur kurzzeitig Depot anlegen, sodass es wichtig ist, dass Du es öfter zu Dir nimmst.

Laut der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung" sollte jeder Erwachsene 300 µg Folsäure (Vitamin B9) zu sich nehmen. Mit einem großen Rettich hast Du schon ein Viertel des Tagesbedarfes des elementaren Vitamins gegessen. Satte 71 Prozent der Dosis an Vitamin K (Phyllochinon) werden mit 100 Gramm Rettich gedeckelt. Dieser Stoff ist besonders für die Blutgerinnung unerlässlich. Beim Zellschutzvitamin E, wichtig für die Heilung von Wunden und im Kampf gegen Krebszellen, liegen die Tagesempfehlungen bei 15 mg. Gramm. Beim Verzehr von 100 Gramm Rettich hast Du 10 µg verspeist.

Winterrettich enthält (fast alle in Gemüse möglich vorkommenden) Mineralien und viele Spurenelemente. Mit dem Verzehr von einem Rettich kannst Du nicht den Tagesbedarf an diesen decken, aber er leistet einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung mit diesen wichtigen Stoffen, die für wichtige Enzymfunktionen im Körper zuständig sind. Entscheidend für die Mineralmengen ist auch der Boden, auf dem die Schwarzknolle gewachsen ist. Positiv ist, dass ein „Zuviel" an diesen Elementen wieder von Deinem Körper abgegeben wird. Sind einige Vitamine empfindlich gegen Wärmeeinwirkung sowie Licht, so sind diese Stoffe dagegen resistent.

In 100 Gramm schwarzen Rettichs sind bspw. folgende Mineralien und Spurenelemente enthalten:

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    Eisen: 8 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Magnesium: 4 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Kalium: 8 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Kalzium: 3 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Phosphor: 4 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Schwefel: 3 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Chlorid: 1 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Zink: 3 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Kupfer: 3 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Mangan: 1 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Fluorid: 1 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Jodid: 4 Prozent Tagesbedarf für einen Erwachsenen
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    Bor, Brom, Kobalt

In der scharfen Knolle gibt es kein Cholesterin, Polysaccharid sowie Stärke.

Schwarzer Rettich in der Küche

Du kannst ihn roh essen. Mit Salz lässt sich seine Schärfe etwas abmildern. Winterrettich ist ein würziger Belag für das Brot.
Mit Joghurt oder Öl sowie Gewürzen lässt sich aus geschnittenen Rettischscheiben ein leckerer Wintersalat zaubern.
Rettichsaft als Hustenlöser kannst Du Dir ganz einfach herstellen. Dafür höhlst Du ihn von der obigen Seite etwas aus und stichst unten ein Lich hindurch, damit der Saft rauslaufen kann. Auf einem passenden kleinen Glas hat er Halt. Etwas Zucker einfüllen und ein paar Stunden warten. Im Glas fängst Du dann süßen Rettichsaft auf, der überhaupt nicht mehr scharf schmeckt und löffelweise, über den Tag verteilt, genossen werden kann.

Die Rettichblätter sind kein nutzloses Grün. Neben der Verwendung als Tee sind sie würzig und verfeinern klein gehackt: Salate, Pesto´oder Soßen.

Winterrettich im Garten

Rettiche sind Kreuzblüter (Brassicaceae) und dürfen nicht hinter sich selber oder anderen Kohlgewächsen gesät werden. Sie stammen ursprünglich aus dem Mittelmehrraum und erfrieren in unseren Wintern. Seinen Namen hat der Winterrettich daher, dass er in den frühen Wintermonaten geerntet wird. Rettiche sind für den Boden gesund, da sie in der Lage sind, Nematoden zu vertreiben.
Es ist sehr einfach, Winterrettich zu kultivieren. Die Samenkörnchen sind angenehm groß und lassen sich leicht im Juli aussäen. Er braucht nur 100 Tage bis zur Ernte und sollte an einem sonnigen aber nicht zu trockenen Platz stehen. Bestens wäre es, wenn er unbeschädigt vor dem Verzehr im kühlen, feuchten Keller in einer Sandkiste lagern könnte. Wenn diese Räumlichkeiten nicht gegeben sind, so kann er auch gut im Kühlschrank deponiert werden. Wenn Du die Blätter abtrennst und in ein feuchtes Tuch ihn einschlägst, dann hält er sich dort mehrere Tage frisch.

Video: Hustensaft aus schwarzem Rettich , Rezept Tutorial , Recipe

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