Abnehmen nach der Schwangerschaft

Abnehmen nach der Schwangerschaft – Zurück zu alter Form

​Abnehmen nach der Schwangerschaft fordert etwas Geduld, dennoch ist es möglich mit der richtigen Ernährung und Sport wieder zu alter Form zu kommen.

In der Schwangerschaft ist es normal, dass jede Frau einige Kilos zunimmt. Umstandskleidung muss her, um den Babybauch einzuhüllen. Doch nach der Geburt bleiben die Babypfunde bei vielen Frauen noch erhalten. Das Abnehmen nach der Schwangerschaft kann allerdings leichter gehen, als gedacht, fordert zugleich einiges an Zeit und Geduld.

Nach der Geburt ist nicht vor der Geburt

Nach der Geburt ist erstmals der neue Erdenbürger wichtig. Die Figur der neu gewordenen Mutter steht an zweiter Stelle, da das Baby versorgt, gehegt und gepflegt werden muss. Während der Schwangerschaft selbst nehmen die meisten Frauen nicht nur ein paar, sondern einige Kilos zu. Durch die Umstandskleidung fallen die zusätzlichen Kilos auch nicht auf. Doch nach der Geburt sind oft die alten Kleidungsstücke zu eng, die Umstandskleidung allerdings zu groß. Die Baby-Pfunde müssen somit weg. Doch wenn ein Kind zu Hause ist, kann nicht rund um die Uhr Sport betrieben oder eine strenge Diät eingehalten werden.

Während der Schwangerschaft müssen sogar Kilos zugelegt werden. Die Mutter versorgt mit ihrem Körper das Ungeborene. Der Körper lagert unter anderem viel Flüssigkeit ein. Diese kann das Kind und die Plazenta bei Bedarf versorgen. Die zusätzliche Wassereinlagerung verschwindet nach der Geburt meist von selbst. Während der Geburt selbst verliert jede Frau meist zwischen fünf und sieben Kilogramm. Dieser Gewichtsverlust ist selbstklärend, da Kind, Plazenta, Fruchtwasser und Blut einiges an Gewicht beantragen.

Stillen als Kalorienverbrenner

Eine gute Möglichkeit, nach der Geburt ohne Sport oder Diät Gewicht zu verlieren, ist Stillen und generell das Versorgen des Neugeborenen. Jedoch ist es normal, dass der Gewichtsverlust nach der Geburt einige Zeit dauert. „Etwa die Hälfte aller Frauen verliert das zugenommene Gewicht jedoch nicht so schnell“, äußerte sich Professor Peter Sawicki, seines Zeichens Leiter des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Der Gewichtsverlust nach der Geburt ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Beim Abnehmen darf vor allem kein Stress entstehen, da sonst möglicherweise der Körper keine Muttermilch mehr produziert und somit das Kind nicht mehr gestillt werden kann. Durch den Stress können außerdem Stoffwechselprodukte freigesetzt werden, welche einen negativen Einfluss auf die Milch besitzen. Wird also eine Radikaldiät verwendet, kann dies einen negativen Effekt auf das eigene Kind haben. Ein anstrengendes Sportprogramm besitzt ähnlich nicht positive Effekte.

Die richtige Ernährung macht’s!

Wer durch Sport und Ernährung Gewicht verlieren will, sollte am besten zu einer natürlichen abwechslungsreichen Mischkost greifen. Diese beinhaltet vor allem der Verzehr von viel Obst und Gemüse. Pro Tag sollten außerdem zwei bis drei Liter getrunken werden. Einmal pro Tag sollte in Ruhe gegessen werden. Kleine Happen machen nicht satt, sodass gerne zu Süßigkeiten gegriffen wird.

Das eigene Essen sollte möglichst gleich nach dem Stillen bzw. Füttern des Säuglings stattfinden. Das Kind ist satt, sodass die Mutter essen kann. Mütter mit Partnern können diesen das Kind anvertrauen, um ihre Mahlzeit zu genießen. Reicht das Essen nicht aus und kommt die Lust auf Snacks aus, ist der Griff zu Schokolade und Co. kontraproduktiv. Vor allem im Sommer bieten zahlreiche Obstsorten wie Melone und Nektarine eine kleine süße Abwechslung.

Allgemein ist es ratsam, die Ernährung umzustellen, um nach der Geburt abzunehmen. Jedoch sollten während der Stillzeit zusätzliche Kalorien zu sich genommen werden, um das Kind mit wichtigen Nährstoffen über die Muttermilch zu versorgen. Ungefähr beträgt die täglich zugeführte Kalorienanzahl 400 bis 500 Kalorien mehr als üblich und dies über die ersten vier Monate hinweg.

Beim Gewichtabnehmen mittels Essen hilft vor allem ein wöchentlicher Großeinkauf. Kleine Einkäufe verschlingen mehr Zeit als ein einzelner Großeinkauf. Zudem sollte ein Essensplan für die gesamte Woche erstellt. Dieser hilft sowohl Einkaufen wie beim Kochen. Wenn doppelte Mengen gekocht werden, können die Reste am nächsten Tag oder zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gegessen werden. Dadurch kann die verbleibende Zeit für das Kind oder eine andere Tätigkeit benutzt werden. Auf dem Einkaufs- und Speiseplan sollte vor allem genügend Ballaststoffe, Magnesium, Folsäure, Zink sowie Vitamin B6 stehen. Während der Schwangerschaft ist der Körper hohen Belastungen ausgesetzt, sodass er diese Nährstoffe zur Regenaration benötigt.

Nach der Stillzeit kann bei Bedarf auch auf Hilfsmittel wie Fatburner zurückgegriffen werden. Während der Stillzeit sollte der Körper nicht auf die Fettreserven zurückgreifen müssen, was er durch die Einnahme der Fatburner jedoch tun müsste. Da nach dem Abstillen keine zusätzliche Energie mehr benötigt wird, kann gleichfalls ein strengerer Ernährungsplan eingehalten werden. Dieser kann Unterstützung durch ein Sportprogramm erhalten, welches sich gleichfalls erhöhen kann.

Richtig Sport betreiben nach der Schwangerschaft

Als Sportarten eignen sich gut Bewegungen an der frischen Luft. Diese können sowohl mit wie ohne Kind stattfinden. Lange, ausgedehnte Spaziergänge samt Kinderwagen bringen die gleichen Ergebnisse wie Schwimmen und Radfahren. Wichtig ist ein gutes Zeitmanagement. Sport sollte nicht nach Lust und Laune betrieben werden. Am besten sollte sich jede Mutter feste Termine setzen. Einmal die Woche Babyturnen kombiniert mit einmal wöchentlich Power-Walking sind ein gute Kombination, um Sport mit und ohne Baby zu machen. Dennoch können nicht nur Sportarten betrieben werden, welche viel gehen beinhalten. Wer nicht walken, spazieren oder leicht wandern möchte, kann vor allem auf Gymnastik, Pilates und Yoga zurückgreifen. Ebenfalls eignen sich Schwimmen und Aqua Gymnastik gut, da viele Kalorien verbrannt, der Körper allerdings nicht zu stark belastet wird.

Sport sollte jedoch nicht direkt nach der Geburt betrieben werden. Am besten werden die ersten sechs Wochen nach der Geburt, in welchen die Frau als „Wöchnerin“ gilt, als Erholungsphase genutzt. Erst nach Ablauf der Zeit sollte mit dem Sport machen angefangen werden. Hierfür eignen sich zu Beginn Rückbildungskurze am besten. Diese sind speziell auf die Bedürfnisse junger Mütter ausgerichtet.

Nach drei Monaten sollte erst mit leichtem Training begonnen werden. Es ist ratsam, den eigenen Arzt aufzusuchen und ihm um Erlaubnis zu fragen, da Training den Beckenboden belasten kann. Falls zu diesem Zeitpunkt noch gestillt wird, sollte das Stillen stets vor dem Training erfolgen. Das Training kann nämlich die Brüste zum Spannen bringen. Sportarten mit Springen oder ruckartigen Bewegungen sollten hingegen gemieden werden.

Kleidung als Motivator für das Abnehmen nach der Schwangerschaft

Wenn das Abnehmen nicht sofort klappt, die eigene Kleidung jedoch nicht mehr passt, sollte eine kleine Shoppingtour durchgeführt werden. Passendes Gewand kann das Selbstbewusstsein deutlich steigern und noch mehr Lust aufs Abnehmen machen. Weite Kleidung kann die überschüssigen Kilos gleichfalls gut verhüllen, sodass, bis die alte Größe erreicht wird, ein paar neue Kleidungsstücke für eine optische Erneuerung sorgen.

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