Reismilch gesund

Ist Reismilch gesund?

Vermehrt taucht die Frage auf, ob Milch überhaupt nötig ist. Tierische Produkte, wie die Milch, besitzen einen hohen Proteingehalt. Nicht immer wird diese Eiweißvariante gewollt. In der veganen und vegetarischen Ernährung stehen tierische Produkte in der Kritik. Eine Ersatzmilch wäre wünschenswert. Reismilch bietet sich hier an, da sie sehr bekömmlich ist.

Gerade bei Milchallergikern ist die Reismilch ein guter Ersatz. Aus Asien stammend, ist sie heute auch im europäischen Raum bekannt. Der Reisdrink, wie er richtig heißt, ist jedoch keine richtige Milch, sondern sieht nur so aus. Pflanzlich in jeder Hinsicht, wird der Reisdrink gerade bei Veganern geschätzt. Er besitzt einen neutralen Geschmack und ist daher für viele Speisen verwendbar. Diese Reismilch wird gerne bei Laktoseintoleranz eingesetzt, für Menschen, die keine Kuhmilch vertragen. Durch die sehr gute Verträglichkeit kann Reismilch als nahrhafter Ersatz bei Magen-Darm-Problemen oder Magensäureüberschuss verabreicht werden.

Was ist Reismilch?

Die Reismilch wird aus Vollkornreis gemacht. Dieser wird gemahlen und anschließend gekocht. Es folgt das Vermaischen und Fermentieren, Filtern und teilweise die Zugabe von pflanzlichen Ölen. Das Emulgieren sorgt dafür, dass die Flüssigkeit einheitlich wird.

Inhaltstoffe einer Reismilch bei 100 Millilitern:

  • 50 Kilokalorien oder 206 Kilojoule
  • 0,1 Gramm pflanzliches Eiweiß
  • 10 Gramm Kohlenhydrate
  • 1 Gramm Fett

Der Vitamingehalt ist im Gegensatz zu tierischer Milch von Kühen, Ziegen oder Schafen vergleichsweise niedrig. Auch der Mineralstoffanteil ist gering. Oft werden diese Stoffe künstlich zugesetzt, wie Kalzium. Aufgrund dessen ist Reismilch in der Säuglingsernährung nicht empfehlenswert. Eisenmangel, Rachitis aufgrund des Vitamin-D-Mangels und Blutarmut sind die möglichen Risiken.

Der süßliche Geschmack und die Allergiefreiheit sind die Vorzüge. Veganer, die auf pflanzliche Kost setzen und keine tierische Produkte in ihrem Speiseplan einbeziehen, schwören auf die Reismilch. Dazu enthält dieser Reisauszug keine Gluten.

Vorteile

  • Wenig Fett
  • Lactosefrei
  • Schmeckt süßlich
  • Glutenfrei
  • Rein pflanzlich
  • Allergenfrei

Nachteile

  • Kaum Vitamine
  • Sehr wenig Mineralstoffe
  • Keine Proteine

So kannst du Reismilch selber machen

Eine Alternative zum Reismilch Kaufen ist das Reismilch selber machen, das oft als schwierig angesehen wird. Allerdings wirklich schwierig ist es nicht. Wenn du eine Stunde Zeit investierst, kannst du dir die Pflanzenmilch leicht zubereiten. Am besten gleich eine größere Menge davon. So lohnt sich der Aufwand.

Hierbei solltest du dir die nötigen Zusätze bereitstellen, die aus Vollkornreis, Wasser, Zucker, Salz und eventuell Vanilleessenz oder einer Prise Zimt bestehen.

Reismilch Zutaten

  • 3/4 Tasse Vollkornreis
  • 4 Tassen Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Zimt

Reismilch Zubereitung

Zuerst kommt eine dreiviertel Tasse Vollkornreis in einen Kochtopf. Mit der doppelten Menge (also 1 1/2 Tassen) Wasser füllst du auf. Wenn das Gemisch kocht, die Hitze herunterschalten. Der Reis quillt jetzt mehr als dass er kocht. Sobald sämtliche Flüssigkeit verdampft ist, füllst du den fertig gekochten Reis in einen Mixer. Jetzt auf den Knopf drücken und fein pürieren.

Mit 1 EL Zucker, einer Prise Salz und aus Geschmacksgründen 1 TL Vanilleextrakt oder/und 1 Prise Zimt rundest du die Reismilch ab. Noch einmal gut durchmixen, damit alles schön miteinander verbunden wird. Zum Schluss gießt du noch 1 1/2 Tassen warmes Wasser zu. Die Reismilch sollte 30 Minuten ruhen. Anschließend nur noch durch ein Mulltuch filtern. Ist ein Mulltuch nicht zur Hand, dann tut es auch ein Kaffeefilterpapier oder ein sauberes Küchentuch.

Anmerkung: Zucker und Salz muss nicht unbedingt sein. Anstatt Zucker kannst du auch Honig nehmen und ein oder zwei Esslöffel gutes Pflanzenöl beimischen. Das rundet den Geschmack ab und macht die Milch gehaltvoller.

Und möchtest du eine größere Menge herstellen, dann solltest du an die Aufbewahrung denken. Auf jeden Fall luftdicht abschließen und idealerweise in Glasbehälter, also Flaschen, einfüllen. Kühl und lichtgeschützt empfiehlt sich der Kühlschrank als Aufbewahrungsort. So kannst du für einen Vorrat für beispielsweise eine Woche sorgen (Menge eventuell verdoppeln).

Möchtest du Reismilch kaufen?

In fast jedem Lebensmittelgeschäft, wie Supermarkt und oft sogar Discounter, kannst du die Reismilch fertig trinkbar und sauber verpackt meist in Tetrapacks kaufen. Auch in den Drogeriemärkten findet man Reisdrinks, die mal mehr mal weniger mit Zusätzen versehen sind. Diese dienen vorwiegend dem Geschmack. Je nach Produkt kommen künstliche Mineralstoffe wie Kalzium oder Magnesium hinzu. Geschmacklich gibt es genauso wie bei der tierischen Milch Milchmixgetränke zu erwerben. Allerdings ist vom gesundheitlichen Wert hier nicht zu sagen, dass diese besser sind.

Künstliche Zusätze können bei einem Zuviel auch schädlich sein. Von daher lieber die simple Reismilch kaufen. Aufhübschen kannst du sie dann selber und vielleicht Erdbeermilch daraus mixen oder Bananenmilch oder Kräutermilch. Je nachdem was dir geschmacklich besser zusagt.

alpro reismilch

alpro Reisdrink

Kann man nun Reismilch genauso verwenden wie Tiermilch?

Dazu kann man eindeutig Ja sagen. Die Milch kann wieder aufgekocht werden und beispielsweise Reisbrei oder Grießbrei daraus kochen. Aber auch Puddings und als Milch für den Kaffee oder Tee ist sie wirklich gut.

Fazit zur Reismilch

Diese pflanzliche Milch aus gekochten Reiskörnern ist zwar relativ vitamin- und mineralstoffarm. Der Vorteil liegt eindeutig in der alternativen Verwendung wenn Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit besteht.

Veganer lieben diese Ersatzmilch, weil sie süßlich schmeckt und sich vielseitig zur Speisenzubereitung verwendbar ist. Vorteil ist, du kannst die Reismilch selber machen und auf Vorrat kochen.

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